Schwerpunkte
11.03.2012 (Alter: 10 Jahre)

Drei Schülerinnen des Chemie-LK erreichen die Endrunde beim Schülerwettbewerb "Fuel Cell Box"

Bau eines Hybridfahrzeugs mit innovativer Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik

Staatssekretär Udo Paschedag (MKULNV), Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes (Köln), Ake Johnsen (h-tec), Dr. F.-M. Baumann (Energieagentur.NRW), Besselgymnasium Minden mit Fabienne Eckert, Merle Murawa, Jana Piterek und Lehrer Martin Lembcke

Sie haben sich mit Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik auseinandergesetzt und ihr Einsatz wurde belohnt: Die Bessel-Schülerinnen Fabienne Eckert, Merle Murawa Jana Piterek  haben sich für die Endrunde im Wettbewerb "Fuel Cell Box" qualifiziert.
 

In der Piazzetta des Historischen Rathauses zu Köln wurde am 24.02 die Endphase für den 7. NRW-Schülerwettbewerb "Fuel Cell Box" 2012 zur Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik eingeläutet. 

Der Wettbewerb wird von der EnergieAgentur.NRW und der h-tec GmbH veranstaltet und soll Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9 bis 11 die Zukunftstechnologien Wasserstoff und Brennstoffzelle näher bringen. Schirmherr ist NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel.

Die Elftklässler lösten acht Aufgaben zum Thema "Modernisierung der Fahrzeugflotte eines Taxiunternehmens mit innovativer Technologie“ und beschäftigten sich mit folgenden Fragestellungen:

  •  Was bedeutet Elektromobilität?
  •  Was ist das Konzept eines Hybrid-Autos? 
  •  Wie funktioniert eine Brennstoffzelle? 
  •  Was muss ein Batteriesystem leisten? 
  •  Wie können Brennstoffzelle und Batterie effektiv ein Auto antreiben – im Stadtverkehr, bei Überlandfahrten, speziell bei der Personenbeförderung? 
  •  Welche Anforderungen werden an die Wasserstoff-Infrastruktur gestellt? 
  •  Wie kann Wasserstoff aus erneuerbaren Energien gewonnen bzw. zu deren Speicherung genutzt werden?  

Für die praktische Phase des Wettbewerbs bekamen die Besselanerinnen jetzt eine "Fuel Cell Box" überreicht. Darin befinden sich unter anderem Brennstoffzellen, Solarzellen und ein Hybrid-Modellauto mit Boostfunktion zur Beschleunigung des Autos und Funkfernsteuerung im Wert von über 1000 Euro.

 Bei der Veranstaltung sagte die Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes: "Wir freuen uns, dass die Zukunftstechnologie Brennstoffzelle auch in Köln vielfältig genutzt wird. Seit Mai 2011 hat zum Beispiel die Regionalverkehr Köln GmbH die ersten Wasserstoff-Hybridbusse mit Brennstoffzellen-Antrieb für den flächendeckenden öffentlichen Personen Nahverkehr in Betrieb genommen. Das zukunftsweisende Projekt wurde mit Hilfe deutscher und niederländischer Kooperationspartner realisiert."  Der Bus "Phileas" stand den Gästen im Anschluss an die offizielle Veranstaltung auch für eine Rundfahrt zur Verfügung. 

Staatssekretär Udo Paschedag vom NRW-Klimaschutzministerium führte anlässlich der Boxenübergabe und des Startschusses in die Entscheidungsphase aus: "Dieser Wettbewerb ist eine sinnvolle Investition in das Umweltbewusstsein und für den Klimaschutz. Denn die Schüler von 2012 sind die dringend benötigten Fachkräfte von 2020. Nur durch eine zielgerichtete Nachwuchsförderung in den Natur- und Technikwissenschaften können wir die zukünftige Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit unseres Landes sichern. Genau das wollen wir mit diesem Wettbewerb erreichen; die Neugier für Technik bei den jungen Heranwachsenden wecken und sie mit dieser Begeisterung zum Studium oder zur Ausbildung in diesem Bereich anregen. Das bringt qualifizierten Nachwuchs für das Ingenieurland NRW und zukunftsfähige Arbeitsplätze in der EnergieRegion Nr. 1 Nordrhein-Westfalen." 

In Köln erhielten die besten 20 von ursprünglich 172 Gruppen in Köln einen Baukasten - die "Fuel Cell Box". Mit diesem Baukasten sollen sie bis Anfang Mai eine Wasserstoff-Speicherung aufbauen und diesen Wasserstoff in einem Brennstoffzellen-Modellauto nutzen. Den fünf besten Gruppen winken am Ende attraktive Preise. 

Der weibliche Anteil liegt zwar bisher nur bei etwa knapp 20 Prozent; aber bereits zweimal haben Mädchenteams den Wettbewerb gewonnen", so Staatssekretär Paschedag vom Klimaschutzministerium NRW. 

Somit dürften die Chancen für die drei Besselschülerinnen nicht schlecht stehen.