Schwerpunkte
08.10.2019 (Alter: 68 Tage )

Zwei Bundessiege und ein dritter Platz für die Ruderriege beim Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia"

Nach einem doppelten Bundessieg 1986 konnte in der letzten Woche der bisher größte Erfolg für die Ruderinnen und Ruderer des Besselgymnasiums auf der Regattastrecke in Grünau eingefahren werden. Wir gratulieren!

Die beiden Goldteams mit Coach Robin Lützkendorf ausgelassen nach der Siegerehrung.

Die Goldfahrt des Jungen-Gig-Vierers der Wettkampfklasse II in Berlin.

Starkes Ergebnis mit Bronze für die Mindener Kinderjungen der Wettkampfklasse III von Coach Benjamin Franke.

Aller Druck fällt mit einmal ab. Golddurchfahrt des Jungen-Gig-Vierers der Wettkampfklasse II.

Die Mädchen wollten den Jungs in nichts nachstehen und legten in einem perfekten Rennen mit der zweiten Goldmedaille nach.

Für die abschließende Sahnehaube des Renntags sorgte die Bronzemedaille im Schülerinnen-Achter-Cup.

Die Verantwortlichen des Mindener Besselgymnasiums um Protektor Martin Meier hatten gestern an der Olympia-Regattastrecke in Berlin-Grünau allen Grund zur Freude. Die Sportler der NRW-Sportschule fischten eine Rekordausbeute an Medaillen aus dem Spree-Nebenarm Dahme. Mit drei Medaillen, davon zwei Bundessiegen beschenkten sich die Bessel-Ruderer zum 50. Jubiläum des weltgrößten Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ reichlich selbst.

Den Beginn machte der Gig-Vierer mit Steuerfrau der Wettkampfklasse II (15 bis 17 Jahre). Yannik Brink und Steuerfrau Anna Laufer hatten im vergangenen Jahr in der gleichen Bootsklasse die Bronzemedaille errungen und wollten diese Platzierung in diesem Jahr gemeinsam mit Eric Diener, Hannes Weide und Jannic Sommer verbessern. Und dies gelang den Sportlern vom Wasserstraßenkreuz in perfekter Art und Weise. „Die Mannschaft hat sich vom Schnellstart der Gegner aus Preetz aus Schleswig-Holstein nicht verunsichern lassen und nach 500 Metern die Spitze übernommen“, beschrieb Trainer Robin Lützkendorf das Rennen. Auf der zweiten Streckenhälfte ließ das Mindener Team nichts anbrennen und sorgte für einen deutlichen Sieg. Unter großem Jubel der zahlreich nach Berlin mitgereisten Eltern durften sich die Ruderer und die Steuerfrau dann wenige Minuten später vom Olympia-Silbermedaillengewinner Max Munski die Goldmedaillen umhängen lassen.

Von diesem Beispiel inspiriert wollten die gleichaltrigen Mädchen im Gig-Doppelvierer mit Steuerfrau nicht nachstehen und sicherten sich wenige Minuten nach ihren männlichen Pendants ebenfalls eine Goldmedaille. „Wir haben im Vorfeld mit einer Medaille spekuliert, aber die Damen haben sich hier wirklich sehr überzeugend präsentiert und die stärksten Gegner aus Sachsen und Bayern deutlich in Schach gehalten“, so ein begeisterter Trainer Robin Lützkendorf bei der Siegerehrung. Die Mannschaft mit Louisa Könemann, Finja Carstens, Nele Kruse, Lea Koch und Steuerfrau Emma Lehzen sicherte sich damit den ersten Bundessieg bei „Jugend trainiert“ für eine weibliche Mindener Crew seit 2005, als ein Team des Herder-Gymnasiums in der gleichen Bootsklasse triumphierte. „Den letzten doppelten Bundessieg gab es für die Bessel-Ruderer im Jahr 1987, als ebenfalls im Gig-Vierer der Jungen und Gig-Doppelvierer der Mädchen Gold geholt wurde“, wusste Bessel-Protektor Martin Meier nach der Siegerehrung aus der Historie der Ruderriege zu berichten.

Die Jungen der Wettkampfklasse III (12 bis 14 Jahre) mit Paul Eberhardt, Maurice Seele, Nils Hannen, Luc Rösener und Steuermann Bent Heuke hörten nach einer tollen Vorstellung im Finale auf der Ziellinie den dritten Hupton und ließen den hessischen Vertreter aus Offenbach mit etwa drei Zehntelsekunden Vorsprung hinter sich. „Die Crew musste am Vormittag noch im Halbfinale an den Start gehen, um sich für das Finale zu qualifizieren. Wir haben über die Vorentscheidungen die Anstrengungen bewusst dosiert, und im Finale wurde das beste Rennen der Regatta abgeliefert. Gegen die Mannschaften aus Berlin und Hamburg war kein Kraut gewachsen, von daher sind wir alle höchst zufrieden mit dieser Bronzemedaille“, freute sich Trainer Benjamin Franke mit seiner Nachwuchstruppe