Schwerpunkte
06.02.2020 (Alter: 110 Tage )

MINT in Minden

Der MINT-Projektkurs des Besselgymnasiums 2019/20

Im Januar trifft sich der MINT-Kurs zum letzten Mal, um die verbliebenen MINT-Projekte zu präsentieren. Abschließend wird ein elektrisch angetriebenes
Fahrrad mit selbstgebautem Motor vorgestellt. Am Ende scheint es aber zu
instabil, um wirklich verwendbar zu sein. Dennoch, das gesamte Projekt und
seine Entwicklung bleiben beeindruckend, ebenso wie alle anderen Projekte,
die wir im Kurs gesehen haben.
Wir verabschieden uns voneinander. Bevor wir allerdings den Heimweg
antreten, saust Henry plötzlich auf dem elektrischen Fahrrad über das
Schulgelände. Das Fahrrad fährt doch! Henry und Christopher verstecken ihre
Begeisterung nicht. Mehrere Monate harter Arbeit, voller spannender
Momente, aber auch einiger Rückschläge, zahlen sich jetzt schließlich voll aus!
Um die Begeisterung über dieses fahrtüchtige Fahrrad verstehen zu können,
müssen wir zurückblicken.

Elf Schüler*innen entschieden sich Anfang letzten Jahres für die Teilnahme am MINT-Projektkurs. Inhalt des Projektkurses war auch dieses Jahr, dass wir Kursteilnehmer*innen in Teams oder alleine ein individuelles Projekt
entwerfen und umsetzten sollten. Der MINT-Projektkurs am Besselgymnasium
ließ uns dabei absolut freie Hand bei der Themenwahl.

Einzige Grundvoraussetzung war, dass es etwas mit MINT, also mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und/oder Technik zu tun hat. Im Mittelpunkt stand, die vielfältigen, innovativen und kreativen Seiten von MINT aufzuzeigen.
Rund 8 Monate hatten wir für Themenfindung, Planung und Realisierung Zeit.
In den verschiedenen Phasen des Entwicklungsprozesses wurde uns
Schüler*innen in vielerlei Hinsicht unter die Arme gegriffen.

So standen spannende Besuche bei WAGO und der FH Minden auf dem Plan, bei denen wir Anregungen für unsere Projekte sammeln konnten. Zudem hatten die Lehrer des Projektkurses Frau Streich und Herr Lembcke und die Ansprechpartner bei WAGO immer ein offenes Ohr für uns Schüler*innen und unterstützten uns, wo sie nur konnten.

Das, was wir Schüler*innen in den 8 Monaten schließlich auf die Beine gestellt
hatten, ließ sich sehen. Wir konnten die Lehrer*innen aber auch uns
gegenseitig mit einigen originellen Ideen überraschen. Julius und Jonas zum Beispiel stellten ein selbst programmiertes elektrisches Modellauto vor, das mit einer App steuerbar ist. Zwei weitere Projekte beschäftigten sich ebenfalls mit Elektroautos. Eva informierte uns mit einer Präsentation über die neuesten Entwicklungen im Bereich E-Mobilität, und Niklas baute ebenfalls ein
Modellauto mit einer selbst programmierten Steuerung durch einen Arduino.
Sehr interessant war auch Jans Idee, ein, mit einem Benzinmotor
angetriebenes, Fahrrad zu bauen. Seine hartnäckigen und vor allem
fantasievollen Versuche, das Fahrrad zum Laufen zu bringen, trugen zur
allgemeinen Heiterkeit im Kurs bei. Anhand einer aufwendigen Präsentation mit Interviews und genauer Recherche klärten Ben und Vincent uns über die Trinkwasserversorgung und die Problematik einer erhöhten Nitratbelastung in Minden auf. Julia brachte dem Kurs die Funktionsweise von Photovoltaik näher und Selli machte einen Kurzfilm über die Marskolonisierungspläne von SpaceX.


In den 8 Monaten des MINT-Projektkurses flossen Schweiß und auch die ein
oder andere Träne. Ob man es zu Anfang geplant hatte oder nicht, irgendwann
war man mit Herzblut bei der Sache und wollte sein Projekt unbedingt
vollendet sehen. Deshalb konnte jeder von uns Henrys und Christophers
zufriedenes Grinsen, als sie mit dem Fahrrad durch die Nacht rauschten, gut
nachempfinden.

Wir hatten die Möglichkeit, uns über einen langen Zeitraum intensiv mit einem
selbstgewählten Thema aus dem MINT- Bereich zu beschäftigen. Es gab Zeit für Produktivität, aber auch für Flauten und Resignation. Auf dem Weg zu unserem ganz eigenen Projekt konnte allen Phasen der nötige Raum gegeben werden. Das war eine neue und spannende Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte.

Herzliche Grüße und besonderer Dank im Namen aller Schüler gehen an die
Kurslehrer Frau Streich und Herrn Lembcke und natürlich an die
Ansprechpartner bei WAGO, die stets freundlich und hilfsbereit waren und bei
einigen Projekten maßgeblich zum Erfolg beitrugen!